Dr. Ernst Hruška

Arzt für Allgemeinmedizin

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Die Messung erfolgt manuell mit Manschette und Stetoskop. Bei der auskultatorischen Messung wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm über den erwarteten Blutdruck aufgeblasen. Beim langsamen Ablassen kann man das Auftreten und danach wieder das Verschwinden eines Korotkow-Geräusches  mit Hilfe eines Stethoskops über der Arterie des Armes hören. Der Druck, der bei Auftretensbeginn des gehörten Geräusches auf der Skala des Messgerätes abgelesen werden kann, entspricht dem oberen, systolischen Blutdruckwert, d.h. der systolische Druck ist in diesem Moment größer als der Druck der Manschette. Das Geräusch, das gegen Ende des Druckablassens der Manschette gehört wird zeigt den diastolischen Blutdruck an, der nun stärker als der Manschettendruck ist. Die auskultatorische Messung ist das Standardverfahren der nichtinvasiven Messverfahren

Für die Blutdruckmessung ermittelt man zwei Werte: Den oberen oder ersten Wert nennt man systolischen Blutdruck. Er charakterisiert den Druck im Herzen in dem Moment, in dem sich der Herzmuskel maximal zusammen zieht. Sobald sich der Herzmuskel entspannt, sinkt der Blutdruck auf den zweiten oder unteren Wert ab (diastolischer Blutdruck). Anstrengung und Stress sind für den Anstieg des systolischen Blutdrucks verantwortlich. Der diastolische Blutdruck ergibt sich durch die Widerstandsverhältnisse in den Blutgefäßen. Ablagerungen in den Gefäßen (Atherosklerose) lassen den Blutdruck also steigen.

Der Blutdruck ist kein feststehender Wert und schwankt im Tagesablauf, je nachdem, welche Aktivitäten gerade verübt werden: Bei körperlicher Anstrengung, Stress und Aufregung steigt er an, in körperlichen und seelischen Ruhephasen sinkt er ab. Leidet ein Mensch hingegen unter Bluthochdruck, bleibt der Druck in den Blutgefäßen auch im Ruhezustand erhöht: Das Herz muss unablässig mit erhöhter Anstrengung pumpen. Dies belastet Herz- und Gefäßwände. Ein Bluthochdruck liegt vor, wenn bei wiederholter Messung ein Wert von über 140/90 mmHg erreicht wird. Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie genannt, ist als Risikofaktor für die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen anerkannt. Kommen zum Risikofaktor Bluthochdruck noch Übergewicht (bzw. starkes Übergewicht, auch Adipositas genannt) sowie ein weiterer Risikofaktor, etwa Diabetes (Zuckerkrankheit) oder Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin bzw. LDL) hinzu, besteht eine deutlich erhöhte Gefahr, im Laufe des Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Experten sprechen daher auch von den kardiometabolischen Risikofaktoren.

Der systolische Blutdruck wird durch die Auswurfkraft des Herzens erzeugt. Der diastolische Blutdruck entspricht dem Dauerdruck im arteriellen Gefäßsystem. Die Compliance der großen Arterien und ihre Windkesselfunktion begrenzen beim Auswurf den systolischen Wert und sorgen durch ihre Pufferfunktion für einen, wenn auch geringeren, Blutfluss in der Diastole.

Bei körperlicher Anstrengung nehmen Herzminutenvolumen und Durchblutung der Peripherie zu. Der Gefäßwiderstand sinkt. Der systolische Blutdruck steigt stärker an als der diastolische Wert.

Blutdruckkontrollen können jederzeit während des Ordinationsbetriebes durchgeführt werden.

 

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