Dr. Ernst Hruška

Arzt für Allgemeinmedizin

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Notfallversorgung

 

Um bei potentiell lebensbedrohlichen Befundkonstellationen eine stark erweiterte Vorfelddiagnostik durchführen zu können haben wir uns Anfang 2009 zur Anschaffung eines "Cardiac Readers" entschlossen.

Dieses analytische Gerät findet normalerweise nur in Notfallaufnahmen Verwendung und ist im niedergelassenen Bereich kaum anzutreffen. Bisher mußten wir solche Patienten allein zur Durchführung dieser Untersuchung mit der Rettung sofort ins Spital einweisen.

Untersucht werden unter anderem die Parameter D-dimer und Troponin T.

D-dimer:

Dient zum Ausschluß einer Lungenembolie, einer tiefen Beinvenenthrombose sowie anderer lebensbedrohlicher Gerinnungsstörungen.

D-Dimerspiegel reflektieren indirekt die Generierung von Thrombin und Plasmin. Auf Grund des negativen Vorhersagewertes von 90 - 96% eignet sich der Test zum relativ sicheren Ausschluß einer akuten Pulmonalembolie (PE) bzw. tiefen Venenthrombose (TVT). Erhöhte Werte können unter anderem bei Entzündungen, Lebererkrankungen, Neoplasien, Traumen, DIC, Thromboembolien oder während der Schwangerschaft gefunden werden.

Troponin T:

Dient zum Nachweis einer Schädigung des Herzmuskels, sei es durch einen Infarkt, einer Vorstufe desselben oder einer Herzmuskelentzündung.

Das im Serum nachweisbare cardiale TNT gehört zu den myofibrillären Proteinen des Herzmuskels und wird aus dem Myokard nach Schädigung freigesetzt. Im adulten Skelettmuskel findet sich kein cTNT. Somit ist dieser Parameter ein herzspezifischer und sehr sensitiver Marker für eine myokardiale Schädigung. So steigt beim akuten Herzinfarkt cTNT bereits ca. 3-4 Stunden nach den Beschwerden im Serum an und kann bis zu 14 Tage erhöht bleiben. cTNT dient auch der Verlaufsbeurteilung bei Myokarditis und der instabilen Angina Pectoris. cTNT-positive Patienten profitieren von antithrombotischen Therapiestrategien.

Da keiner dieser Tests von den Krankenkassen refundiert wird sind wir gezwungen Sie für diese Serviceleistung um einen Unkostenbeitrag , der jedoch weit unter dem offiziell bindenden Labortarif des AKH liegt, zu bitten.